Perfekte Looks, die zu Ihrem Figurtyp passen: Ein praktischer Leitfaden

Genauso wie es in der Natur kein „schlechtes“ Wetter gibt, gibt es bei Frauen keine „schlechte“ Figur – es kommt nur auf die richtige Auswahl der Kleidung an. Elena Panova, Designerin, Stylistin und Gründerin der Marke TEMPELESS, hilft Ihnen dabei, Ihren Figurtyp zu bestimmen, und gibt praktische Tipps für die Zusammenstellung einer perfekten Garderobe.
Inhalt des Artikels:
Vier universelle Regeln, die immer funktionieren
Diese einfachen Empfehlungen helfen Ihnen, Ihre Stärken vorteilhaft hervorzuheben und Ihre Schwächen zu kaschieren.
- Die optimale Größe. Um Ihre Formen zu betonen, ist es wichtig, Kleidung zu wählen, die perfekt sitzt. Eine zu große Größe oder Kleidung im Oversize-Stil verleiht mehr Volumen und lässt die Silhouette weniger klar erscheinen, wodurch Sie optisch manchmal wie ein Rechteck und manchmal sogar wie ein Quadrat wirken. Ist die Kleidung hingegen zu klein, ist das ebenfalls unvorteilhaft und lässt den Look unbeholfen und einengend wirken.
- Die goldene Mitte zwischen Komfort und Stil. Kleidung muss bequem sein und Freude bereiten. Bei Mode geht es nicht um Unbehagen, sondern um Schönheit. Komfort bedeutet jedoch nicht, dass die Form verloren geht oder der Schnitt unvorteilhaft ist – wichtig ist es, ein harmonisches Gleichgewicht zu finden.
- Richtig ausgewählte Unterwäsche. Die Grundlage jedes schönen Looks ist die passende Unterwäsche. Trotz der Attraktivität von Spitzen-Sets besteht deren Hauptaufgabe darin, Komfort zu bieten und die Figur zu stützen, anstatt die Brust einzuengen oder unnötige Falten an Rücken, Taille und Hüften zu verursachen.
- Das wichtigste Accessoire – Selbstbewusstsein. Leider verstecken viele Frauen in der Hoffnung, abzunehmen, ihre Lieblingskleidungsstücke und verstecken sich hinter formloser Kleidung – Oversize-Kleidung, schwarzen Tuniken und altmodischen Pullovern. Die Jahre vergehen, doch die Angst, sich zu zeigen, bleibt. In einer noch schwierigeren Situation konzentrieren sich die Menschen auf strenge Diäten und vergessen dabei ihre Gesundheit. Aber es ist wichtig, sich daran zu erinnern: Jede Frau ist im gegenwärtigen Moment schön, und jede hat ihre Vorzüge und Besonderheiten, die man nicht verstecken, sondern durch Kleidung vorteilhaft betonen sollte. Ein wenig Aufmerksamkeit für sich selbst hilft dabei, genau Ihren idealen Stil zu finden.
So bestimmen Sie Ihren Figurtyp: fünf Hauptvarianten
Betrachten Sie sich objektiv und ohne übertriebene Kritik: Nehmen Sie Ihre Körpermaße unter die Lupe, darunter Ihre Körpergröße, den Umfang von Brust und Hüften sowie die Form Ihres Bauches. Überlegen Sie, welche Körperpartien Sie gerne betonen möchten.
- Figurtyp „Apfel“ oder Oval: große Brust, ausgeprägter Bauch, unterschiedlich breite Hüften.
- Figur „Rechteck“: Brust, Taille und Hüften sind fast gleich groß, oft fehlt eine deutliche Taillenbetonung, die Silhouette wirkt schlank und gleichmäßig. Dieser Typ wird manchmal als „Model-Figur“ bezeichnet.
- Figur „Birne“: breite Hüften, schmale Taille, flacher Bauch, kleine und schmale Schultern, bescheidene Brust.
- Figur „Sanduhr“: große Brust und Hüften, schmale Taille.
- „Dreieck“-Figur: zeichnet sich durch breite Schultern aus, was der Figur ein leicht maskulines Aussehen verleiht.
Natürlich ist diese Einteilung recht willkürlich – andere Faktoren wie Alter, Größe, Haltung, Halslänge und Körperproportionen beeinflussen ebenfalls die Wahl der Kleidung. Die Kenntnis des eigenen Figurtyps hilft dabei, eine Garderobe mit Bewusstsein und Selbstvertrauen zusammenzustellen.
Kommen wir nun zum Wichtigsten – zu einem praktischen Leitfaden, den Sie vor jedem Einkauf in Online-Shops oder Boutiquen zur Hand nehmen sollten.
Figurtyp „Apfel“ (Oval)
Frauen mit dieser Figur sind häufig anzutreffen. Ihre charakteristischen Merkmale sind ein kurzer Hals, sanft abgerundete Schultern, ein üppiger Busen, ein ausgeprägter Bauch und oft volle oder mittelgroße Hüften.
Für diesen Typ lassen sich zwei grundlegende Ansätze bei der Gestaltung des Looks unterscheiden:
- Die Aufmerksamkeit auf die Figur lenken;
- Die Aufmerksamkeit auf die Kleidung lenken.
Der erste Ansatz ähnelt dem Plus-Size-Stil – Designer wählen dichte, die Silhouette betonende Kleidungsstücke. Der zweite Ansatz ist klassisch und setzt auf bewährte Elemente: Lagenlook, Oberteile und Blusen mit V-Ausschnitt sowie Kleider, Jacken und Wickelmäntel.
Bevorzugen Sie V-Ausschnitte, die den Hals optisch verlängern und die Brust vorteilhaft betonen. Achten Sie bei Hemden und Blusen darauf, dass der mittlere Knopf auf der Brustlinie sitzt. Hosen und Jeans sollten keine überflüssigen Falten im Taillenbereich haben, nicht zu eng anliegen und nicht zu schmal sein. Ideal ist ein gerader, leicht lockerer Schnitt, eventuell mit Bügelfalten. Die Länge sollte im Idealfall verkürzt sein. Röcke – gerade, figurbetont, knapp unterhalb des Knies. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Beine zu zeigen: in der warmen Jahreszeit – mit Pumps oder Loafers, im Winter – mit hohen, lockeren Stiefeln. Oberbekleidung kann zusätzlich mit einem Gürtel betont werden – schmal oder breit, aus dem gleichen Material wie der Mantel.
Bevorzugen Sie vor allem kleine Muster: Karos, Punkte, abstrakte Drucke, Farbverläufe. Setzen Sie Streifen nur sparsam und mit Bedacht ein.
Figurtyp „Rechteck“
Hier gibt es eine wichtige Nuance, die oft übersehen wird – den Grad der Schlankheit. Er bestimmt maßgeblich die Herangehensweise bei der Kleiderwahl. Schlanken und großen Frauen mit diesem Typ, wie Nicole Kidman, steht fast alles. Genau solche Models laufen oft auf den Laufstegen, da Designer die leicht kantige Silhouette des „Rechtecks“ als Ideal betrachten.
Der schlanke „Rechteck“-Typ: groß und schlank – der Traum aller Stylisten. Für sie eignet sich praktisch jedes Modell – von Skinny-Jeans bis hin zu weiten klassischen Hosen mit Falten am Bund.
Röcke und Kleider können jeden Schnitt und jede Länge haben – Mini, Midi, Maxi, figurbetont oder locker, Bleistift, A-Linie, Tulpe – alle Varianten sind aktuell.
Jacken und Mäntel mit Betonung der Schultern sowie locker sitzende Jacken im Herrenstil sehen an solchen Figuren hervorragend aus.
Kleine, schlanke Frauen sollten einige Tricks beachten: Wählen Sie am besten lange Hosen, die oben eng anliegen und nach unten hin ausgestellt sind, um optisch größer zu wirken. Leichte, lockere Jogginghosen eignen sich ebenfalls, während Sie auf enge Skinny-Hosen verzichten sollten.
Röcke und Kleider sollten am besten in Minilänge oder knapp über dem Knie getragen werden – Midi- und Maxilänge können die Körpergröße optisch verringern. Kleinere Frauen sollten, unabhängig von ihrem Figurtyp, mehrschichtige und zu voluminöse Outfits vermeiden.
Der „Rechteck“-Typ: Bei Frauen dieses Typs sammelt sich überschüssiges Gewicht im Bereich der Taille, des Oberbauchs und der Hüften an. Dabei bleibt die Brust in der Regel voll, die Beine hingegen schlank.
In diesem Fall empfehlen sich die Tipps aus der Kategorie „Apfel“. Zusätzlich eignen sich Midi- und Maxiröcke mit Mustern und strukturierten Stoffen, die den hervorstehenden Bauch und die voluminösen Hüften kaschieren.
Figurtyp „Birne“
Besonderheiten: schmale Schultern, kleiner Busen und üppige Hüften.
Ein häufiger Fehler bei der Kleiderwahl ist der Versuch, Ober- und Unterkörper mit Volants, Rüschen und weiten Ärmeln auszugleichen, was jedoch die ungleichen Proportionen noch stärker betont.
Effektiver ist es, Tellerröcke zu tragen, besonders bei einer schmalen Taille – sie machen schlank und gleichen die Silhouette aus. Wählen Sie Hosen, die nach unten hin weiter werden, ohne Falten an der Taille, oder lockere Jogginghosen mit niedriger Taille, die die Hüften nicht betonen, sondern den Look weicher machen.
Figurtyp „Sanduhr“
Sie zeichnet sich durch einen üppigen Busen, runde Hüften und eine markante, schmale Taille aus. Dies ist der klassische Idealtyp, den Prominente wie Marilyn Monroe, Kim Kardashian, Monica Bellucci und Scarlett Johansson hervorragend verkörpern.
Das Wichtigste ist, die anmutigen Linien nicht zu verbergen, sondern die natürliche Schönheit zu betonen. Vermeiden Sie formlose Oversize-Sweatshirts und gerade geschnittene Kleider, die die Proportionen verzerren und den Eindruck von Übergewicht erwecken. Bevorzugen Sie taillierte Schnitte – Etuikleider mit Rund- oder V-Ausschnitt sowie Schuhe mit Absatz, die für mehr Weiblichkeit sorgen.
Wählen Sie bei Hosen und Jeans eine mittlere oder hohe Leibhöhe – eine hohe Taille ist in Ihrem Fall ein klarer Vorteil.
Jacken, Mäntel, Strickjacken und Daunenjacken wirken vorteilhafter, wenn Sie die Taille mit einem Gürtel betonen oder taillierte Modelle wählen, die einen möglichst femininen Stil schaffen.
Figurtyp „Dreieck“
Frauen mit diesem Figurtyp haben breite Schultern, eine gerade Taille und wenig ausgeprägte Hüften sowie meist schöne, lange und schlanke Beine.
Der häufigste Fehler, den Frauen mit dieser Figur machen, besteht darin, ihre Proportionen mit voluminösen Unterteilen ausgleichen zu wollen, beispielsweise durch weite Röcke oder Modelle mit Drapierungen. Tatsächlich verstärkt ein solcher Ansatz die Unproportionalität jedoch nur noch. Auch voluminöse Pullover, Hoodies und Sweatshirts sind ungeeignet. Dagegen verleihen gerade, locker sitzende Jacken in Kombination mit Mini- oder sogar Micro-Mini-Röcken dem Look Ausdruckskraft und Ausgewogenheit – dies ist die ideale Wahl für den „Dreieck“-Typ. Dieser Stil wirkt stilvoll und bequem. Ebenfalls aktuell sind Mäntel und Blazer mit markanten, voluminösen Schultern.
Genau wie für den zierlichen „Rechteck“-Typ eignen sich für diesen Figurtyp Jeans und Hosen mit hoher oder mittlerer Leibhöhe: schmale, figurbetonte Modelle, Skinny-Jeans, klassische weite Hosen mit Falten am Bund und Hosen im „Boyfriend“-Stil. Eine niedrige Leibhöhe kann den Oberkörper optisch verlängern, daher sollten Sie auf Kleidung mit diesem Schnitt besser verzichten.
So kreieren Sie einen modischen und gelungenen Look
Es gibt universelle Tricks, die praktisch für alle Frauen geeignet sind, unabhängig vom Körpertyp.
- Vertikale Linien in der Kleidung. Dabei geht es weniger um Farben oder Muster als vielmehr um weniger offensichtliche Details – vertikale Knopfreihen, Reißverschlüsse, offene, lange Strickjacken oder Blazer, Accessoires wie herabhängende Schals, Bundfalten an Hosen, Streifen und vertikale Ziernähte.
- Ein einfarbiges, mehrschichtiges Outfit mit matter Struktur. Aufwendige Muster, Verzierungen und glänzende Stoffe lassen die Silhouette optisch voluminöser wirken, was unerwünscht ist. Einfarbige Outfits mit matter Oberfläche lassen die Silhouette optisch schlanker und größer erscheinen. Sie können sich für einen komplett einfarbigen Look entscheiden oder mit verschiedenen Nuancen derselben Farbe spielen.
- Schmuck und Accessoires. Mit ihrer Hilfe können Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Mitmenschen in die gewünschte Richtung lenken: Wenn Sie den Blick von Problemzonen ablenken möchten, betonen Sie die Stärken Ihres Looks mit auffälligen Details.
- Handtasche. Sie sollte zur Körpergröße passen. Kleine Handtaschen betonen bei großen Frauen die Körpergröße, während sperrige Modelle bei zierlichen Damen die Figur optisch verkleinern können. Beachten Sie auch, dass der Teil des Körpers, auf dessen Höhe sich die Handtasche befindet, die Aufmerksamkeit auf sich zieht; passen Sie daher die Länge des Riemens mit Bedacht an.
- Schuhe. Bevorzugen Sie bequeme Modelle, die zum Outfit passen. Wie Charles Perrault in seinem Märchen „Aschenputtel“ schrieb: „Keine Schuhe der Welt können die Größe des Fußes verringern.“ Das ist aus anatomischer Sicht richtig, aber mit der richtigen Auswahl lassen sich die Proportionen und sogar die Größe des Fußes optisch korrigieren.




